2017

Um der Nachfrage nach Kleingebinden (z.B. 0,33er oder 0,5er SixPacks) gerecht zu werden, wird eine neue Um- und Verpackungsanlage installiert. Diese übernimmt auch das aufwendige Einsetzen neuer Flaschen in Leerträger.

2016

Die Bergquell-Brauerei feiert das 170jährige Bestehen. Zum Jubiläum erscheint erstmalig das „1846 Hell“.

Das jährliche stattfindende Brauereifest zieht um und wird zum "Jubiläumsfest" in und an der Messe- und Veranstaltunghalle Löbau.

2012

Die Bergquell-Brauerei ist einer der Hauptsponsoren der 6. Sächsischen Landesgartenschau in Löbau.

Die Messe- und Veranstaltungshalle auf dem Gelände der Landesgartenschau löst die Event-Halle auf dem Brauereigelände als größte Veranstaltungshalle der Region ab.

2010

Eine moderne Sortieranlage zieht in die bisherige Lager- und  Logistikhalle ein. Zwei Neubauten ersetzen diese und ermöglichen das wetterunabhängige Be- und Entladen der Lastzüge.

Im Sudhaus wird die Weltneuheit „EquiTherm“ installiert, mit der ca. 250.000 kWh thermische Energie pro Jahr eingespart werden können.

Die Stadt Löbau bekommt von der Landesdirektion Dresden Fördermittel für den Abriss der alten Brauerei am Theaterplatz. Statt der innerstädtischen Industriebrache soll eine begrünte Terrassenfläche entstehen, die stufenförmig zum Löbauer Wasser hin abfällt.

2004

Die Flaschen werden vierschichtig abgefüllt, die Kapazität mit 7.000 Flaschen pro Stunde ist ausgereizt. Obwohl erst fünf Jahre alt, wird die Abfüllanlage Ende des Jahres ausgetauscht. Die neue Anlage schafft 15.000 Flaschen pro Stunde.

2003

Die stetig steigende Nachfrage erfordert weitere Investitionen: eine neue Lager- und Logistikhalle wird errichtet. Anlässlich der Eröffnung nimmt auch eine Wetterstation den Betrieb auf, welche fortan Daten für den Wetterdienst liefert.

Auch die Produkt-Palette erhält mit der "Lausitzer Radler-in" weiteren Zuwachs.

2002

Die Entwicklung von einer Regional- zu einer Spezialitäten-Brauerei schreitet voran. Nach der erfolgreichen Markteinführung im Vorjahr startet "Porter+Punsch" in die zweite Saison.

Und eine Biermarke mit DDR-Nostalgie-Effekt wird in Löbau wiederbelebt: "Goldener Reiter".

1999

Anfang Januar legt Steffen Dittmar als Malzmönch die Strecke von Eibau nach Löbau zu Fuß zurück und übernimmt die Geschicke der Bergquell-Brauerei.

Im Juli wird erstmalig das "Lausitzer Porter" gebraut. Noch muss die Brauspezialität in den Schwarzwald (nach Hochdorf) zur Flaschenabfüllung gefahren werden.

Ab August ist die Brauerei wieder eigenständig. Der Grundstein für den ersten Erweiterungsbau wird gelegt.

Im Dezember wird die erste Flaschen-Abfüllanlage am neuen Standort in Betrieb genommen. Sie hat eine Kapazität von 7.000 Flaschen pro Stunde.

1998

Als erste Brauerei der Region bringt Bergquell wieder ein eigenes "Hefe-Weizen" auf den Markt.

Der Handel bietet den Kasten Löbauer für 18,99 DM an. Es werden „Gold“, „Pils“, „Dunkel“ und „Weizen“ gebraut.

1996

Die ersten Gebäude der neuen Brauerei im Gewerbegebiet West sind bezugsfertig. Erstmals seit 1989 wird wieder ein Sud in Löbau eingemaischt.

1994

Die Bergquell-Brauerei ist einer der Hauptsponsoren für die Rekonstruktion des "König-Friedrich-August-Turm" auf dem Löbauer Berg.

Der 1854 errichtete Turm ist der einzig noch erhaltene gusseiserne Aussichtsturm in Europa und wahrscheinlich der älteste gusseiserne Turm überhaupt.

Herabstürzende Teile und Rosttreibungen erforderten im Frühjahr 1992 die Schließung des Turmes für den Besucherverkehr und machten eine umfassende Rekonstruktion notwendig.

1991

Angesichts der aufgelaufenen Schulden setzt die Treuhandanstalt zwei Rechtsanwälte als Liquidatoren der Bergquell-Brauerei ein.

Ab August beginnt der Neuaufbau unter dem offiziellen Namen "W & Partner Brauereigesellschaft mbH". Das "Löbauer Bergquell" wird nun in der Hochdorfer Kronenbrauerei gebraut und abgefüllt.

1990

Die Bergquell-Brauerei wird der Treuhand unterstellt.

Bereits im Oktober 1989 wurde das Eigenbrauen wegen Rekonstruktionsarbeiten eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten 140 Beschäftigte bei Bergquell. Der Technologierückstand beträgt 50 Jahre.

1979

Die Brauerei gehört jetzt zum Getränkekombinat Dresden. 1980 werden 107.610 Hektoliter Bier gebraut.

1972

Die halbstaatliche Brauerei wird in "Volkseigentum" überführt. Der neue Name: „VEB Bergquell-Brauerei Löbau“.

Die Produktion liegt bei 82.500 Hektoliter Bier und 10.600 Hektoliter alkoholfreie Getränke. Im Angebot sind u.a. „Kristall“, „Deutsches Pilsner“, „Bockbier“ und "Doppelkaramell-Malzbier“.

 

 

1958

Die Bergquell-Brauerei wird zur halbstaatlichen "Bergquell-Brauerei KG". 177 Arbeitskräfte sind beschäftigt, davon 25 Saisonkräfte.

Es werden 65.000 Hektoliter Bier und 10.800 Hektoliter alkoholfreie Getränke produziert.

1945

Gebäude und Inventar haben den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden. Kurz nach Beendigung des Krieges nimmt die Brauerei ihre Produktion wieder auf.

1928

Letztmalig liefert ein Ochsengespann Bier aus. Lastkraftwagen übernehmen künftig diese Aufgabe.

Im Bild ein "Büssing" im Jahr 1937.

1907

In der Brauerei wird der tiefste Brunnen Sachsens mit 160 Metern getäuft. Er ist somit 14 Meter tiefer als der Brunnen der Festung Königstein.

Die Herstelllung von alkoholfreien Getränken wird aufgenommen.

1900

Flaschenabfüllanlage 1899

Um die Jahrhunderwende werden ca. 43.000 Hektoliter Bier pro Jahr gebraut. Bei dieser Menge (+/- 5000 hl) pegelt sich die Produktion bis zum Beginn des 2. Weltkrieges ein.

Die erste Flaschenreinigungsanlage der Brauerei ist in Betrieb.

1889

Ein Jahr nach der erneuten Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erhält die spätere Bergquell-Brauerei am Theaterplatz ein neues Sudhaus. Es wird genau 100 Jahre in Bertrieb sein.

1886

Die neu eröffnete „Feldschlösschen-Brauerei“ bietet erstmalig in der Oberlausitz ein „Porter-Bier“ an.

Ende des 19. Jahrhunderts kam das englische "Porter" nach Deutschland. Es entsprach dem Zeitgeist, viel für die eigene Gesundheit zu tun und naturverbunden zu leben. Meyers Großes Universallexikon von 1896 lobt das "Porter" als ein „vielfach gebrautes malzreiches Bier für die Rekonvalenz“.

Die Feldschlösschen-Brauerei besteht bis kurz vor dem 2. Weltkrieg.

1878

Der Gutsbesitzer August Michael Schreiber und der Braumeister Carl Heinz Rätze übernehmen die Brauerei.

1871

Nach Ablösung der verbleibenden "Biergerechtigkeiten" von den Bürgern wird die "Bergquell-Brauerei" in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Der Druck auf die Brauerein wuchs, als sich insbesondere bayrisches Bier („Hacker Pschorr“, „Münchener Spatenbräu“ und „Henniger“) in und um Löbau etablierten. Grund für den kommerziellen Erfolg des bayrischen Bieres mag die lange Tradition im Bierbrauen gewesen sein, deren Ausgangspunkt mit dem Reinheitsgebot von 1516 sehr genau definiert war.

Wie stark die Konkurrenz für einheimische Brauereien war, ist an der Tatsache zu belegen, dass die Löbauer Aktien-Brauerei 1877 Konkurs anmelden musste.

1867

Die Löbauer Brauerei ist eine der ersten im Königreich Sachsen, die Lagerbier braut. Sie genießt dadurch sehr hohes Ansehen

Das Absatzgebiet erstreckt sich über ganz Sachsen und bis nach Schlesien.

1861

Es erfolgt die Umrüstung von Feuerheizung auf Dampfbetrieb.

1846

Die Braucommun legt den Grundstein zu einem neuen Brau-, Malz- und Pichhaus am Theaterplatz. Mit dem Bau der späteren „Bergquell-Brauerei“ wird begonnen.

Die vorhandenen Brauhäuser der Stadt sind in dieser Zeit derart brandgefährdet, dass sie bereits 1838 von der Baupolizei teilweise gesperrt wurden.

1693

Als das Biertrinken im Walddorf auch von der Obrigkeit als straffrei angesehen wird, kommt es Ostern zu einem "Auszug" der Eibauer, dem "Eibauer Bierzug".

Mehr zum historischen Hintergrund des "Eibauer Bier- und Traditionszug": http://www.eibauer-bierzug.de/

1691

Der Rat zu Löbau erhält die Konzession zum Bierschank im Walddorf.

Dort wurde ca. 1660 ein Forsthaus errichtet, um am Kottmar (seit 1311 Eigentum der Stadt) einen Förster einzusetzen. Für das Bedürfnis des Försters und seiner Waldarbeiter lieferte Löbau Bier, welches die Eibauer kauften. Das Forsthaus erhielt so regen Zuspruch, dass 1667 der Bierschank nach einer Klage des Rates zu Zittau, als Grundherr Eibaus, bei Strafe verboten wird.

1491

Im Bierstreit zwischen Görlitz und Zittau übernimmt Löbau als Konventstadt des Sechsstättebundes eine Vermittlerrolle. Unter der Gerichtsbarkeit Löbaus stehen 35 Dörfer, in denen Löbauer Bier geschenkt wird.

1306

Löbau wird von den Marktgrafen von Brandenburg die Obergerichtsbarkeit über 27 Dörfer der Umgebung verliehen. Zu den Einnahmen der Dorfrichter gehörte auch der Bierschank in den Kretschamen.

1221

Die Stadt Löbau wird erstmalig erwähnt. Aus dieser frühen Zeit sind zwar keine Dokumente vorhanden, aber schon damals dürften die Bürger Bier gebraut haben.